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Lagebericht 2021

2021: Trotz neuer Herausforderungen kann der naturAlly Protect Restore Fund Blue World auf eine erfolgreiches Jahr zurückblicken.

Rückblick 2021:

Phasenweise gaben sich die Märkte unbeeindruckt von der Pandemie und sorgten für Rekorde – und das trotz weltweiter Logistikprobleme. Das Jahr begann turbulent: Überall wurden Lockdown-Maßnahmen ergriffen. Das öffentliche Leben kam zum Erliegen. In diesen Wochen entdeckten aber auch tausende Privatanleger die Börse. Mit dabei vor allem auch junge Menschen. Sie kamen auf Internet-Plattformen zusammen, um gegen professionelle Anleger und große Hedgefonds zu wetten. Es war die Zeit, als Menschen Schlange standen, um sich mit den Vakzinen von BioNTech, Moderna, AstraZeneca oder Johnson & Johnson impfen zu lassen. Wenn alle immunisiert sind, so die Hoffnung, dann werde alles bald wieder, auch die Wirtschaft, in normalen Bahnen laufen. An der Börse stiegen die Kurse in Januar, Februar, März und April weiter, obwohl Rohstoffe knapp und teuer waren. Halbleiter fehlten. Das Produzieren „just in time“ wurde immer schwieriger. Auch der Handel bekam die Lieferengpässe mehr und mehr zu spüren. Es wurde wohl unterschätzt, wie eng die Weltwirtschaft zusammengewachsen ist. Und wie immer gab es Profiteure. Neben Impfstoffherstellern vor allem Laborausrüster oder Logistikkonzerne. Sogar die von den Lieferengpässen so stark betroffenen Autohersteller schrieben zwischenzeitlich Rekordgewinne. Die Nachfrage ist stark gestiegen. Im August knackte der Börsenwert von BioNTech die 100-Milliarden-Dollar-Marke. Auch weil die Europäische Zentralbank ungeachtet der hohen Inflationszahlen an ihrer Niedrigzinspolitik festhält, wird es am Ende ein erfolgreiches Jahr. Niedrige Zinsen machen es nach wie vor interessant, Geld am Aktienmarkt zu investieren. Schliesslich stoppt Omikron die Höhenflüge. Die Erkenntnis macht sich breit, dass Corona nicht nur für Leib und Leben, sondern auch für soziale und für wirtschaftliche Themen, ein Risiko ist. 2021 war ein turbulentes Jahr an den Finanzmärkten, und aus Anlegersicht ein sehr erfolgreiches Jahr.

Ausblick 2022:

Auf 2022 blickt der naturAlly Fund eher skeptisch und hat auch deshalb das Portfolio konservativer ausgerichtet. Die Lage an der Grenze zur Ukraine, das anstehende Gespräch zwischen Putin und

Biden, die hohen Verschuldungsgrade (auch bedingt durch die Pandemie), steigende Inflation, Auswirkungen und Risiken des Klimawandels, Gefährdung des sozialen Friedens durch das weltweite weitere Auseinanderdriften von „Arm“ und „Reich“ sowie neue Gefahren durch klimabedingte geopolitische Veränderungen und

immer neue Varianten des Virus, lassen 2022 als ein „ungemütliches“ Jahr möglich werden. Aber in jeder neuen Krise stecken natürlich auch immer neue Chancen. Hoffentlich gelingt es uns allen, 2022 wichtige und richtige Schritte in eine bessere Welt für alle und auch für die kommenden Generationen auf diesem Planeten zu schaffen.

naturAlly Fund:

Auch der naturAlly Protect Restore Fund erlebte 2021 als ein sehr wechselhaftes aber am Ende doch weiteres erfolgreiches Jahr. So konnte der Fonds aufs Jahr betrachtet um 11,56% zulegen. Nachdem bereits 2015 eine Nachhaltigkeitsklausel integriert wurde, erfolgte

März 2021 die Erweiterung dieser Klausel und Anpassung an die

Offenlegungsverordnung der EU. Es erfolgte eine Einstufung als ESG-Fonds nach Artikel 8 SFDR. Als Fonds mit ESG-Merkmalen berücksichtigt der naturAlly Fund ökologische und soziale Kriterien systematisch bei den Investitionsentscheidungen. naturAlly Fund hat seine ESG-Strategie offengelegt und berichtet regelmässig dazu. Es wird sich 2022 zeigen, wie wichtig die Welt nun die Chance tatsächlich wahrnimmt, Veränderungen die erforderlich sind, auch

im Interesse der Menschheit, anzugehen. Die Kombination zukunftsfähiger Rohstoffinvestitionen in Verbindung mit alternativen Antrieben, Energien und Technologien, Gesundheit und Natur, hat sich als besonders wichtig in Zeiten von modernen Krisen vor allem in den letzten 3 Jahren bewiesen. Wir werden dieses Vorgehen, immer mit dem Ziel dies noch nachhaltiger zu tun, auch 2022

weiter fortsetzen. In Anbetracht der riesigen zu bewältigenden ökologischen Herausforderungen weltweit, ist der naturAlly Protect Restore Fund erste Wahl für Anleger, die breit gestreut langfristig mitverdienen wollen und dabei Nachhaltigkeitskriterien nicht unberücksichtigt lassen wollen.

 

In- und Devestitionen 2021:

Bei Investitionen in Edelmetall ETCs wurde die Quote um 50%, von 20% auf nunmehr 10%, reduziert. Dabei wurden Kupfer und Zinn ETCs vollständig devestiert, Rhodium stark reduziert. Lediglich Platin,

Rhodium und Silber sind derzeit aus Sicht des naturAlly Funds aus zwei Gründen im Fonds enthalten: Korrelation zu anderen Anlageklassen des Fonds und die Klassifizierung als Umbaurohstoffe, die eine „Bessere Zukunft“ erst ermöglichen werden können. Ohnehin ist der Fonds der Auffassung, dass durch das zwingend

erforderliche Auseinandersetzen mit den „schmutzigsten“ Investitionsbereichen mehr und intensiverer positiver Impact erzielt werden kann, als durch ausschliessendes Negieren dieser Bereiche.

Generell hat sich der Fonds sukzessive aus Einzelaktien Engagements verabschiedet. Das ist einerseits schade, weil

naturAlly Fund denkt, dass der grösste Impact bei der Direktinvestition erreicht werden kann. Andererseits wird durch die Investition in Fonds statt in Einzelwerte das Risiko gegenüber der Direktinvestition durch Streuung stark reduziert. Zudem wird durch die Investition in geprüfte Ziel-Fonds mit verschiedenen spezialisierten Managern ein grösseres Universum erreicht. Und

das zwingend erforderliche Research hinsichtlich Ertrag und Nachhaltigkeit wurde dort bereits vorgenommen, sowie zu grossen Teilen „geratet“ oder „besiegelt“. Minengesellschaften als auch Wasserstoff Einzelwerte wurden im abgelaufenen vollständig aus dem Portfolio entfernt. Die Anlageklassen Metalle, Bergbau,

Energie, Agrar, Wasser, Perspektiven und Gelegenheiten wurden Anfang 2021 neu strukturiert in: Wohlstand & Gesundheit, Umwelt & Technologie, Wasser & Meer, Ernährung & Landwirtschaft, Sustainable Leadership, Innovation & Wandel, Energie & Wende sowie Rohstoffe & Ressourcen. Als neue Investitionen wurden in 2021 dem Portfolio hinzugefügt: Grönemeyer Gesundheit Nachhaltig Fonds, RobecoSAM Circular Economy Fonds, Tareno Global Water Solutions Fonds, BN Paribas Smart Food Fonds, DPAM INVEST B – Equities World Sustainable Fonds, Triodos Pioneer Impact, ECHIQUIER MAJOR SRI GROWTH EUROPE, UBS MSCI Switzerland IMI SR ETF.

Der naturAlly Fund ist auch 2022 stets bestrebt neue Anlagechancen zu identifizieren, diese zu evaluieren und in die Anlageklassen sowohl unter Risiko/Rendite- als auch unter Positiv/Negativ-Einflusskriterien zu integrieren. 

Messbare Ergebnisse:

Vorab: Die grosse Nachfrage zu Nachhaltigkeitsfragen, die Initiative der EU und der wirtschaftliche Erfolg haben, was sicher zunächst in jedem Fall gut ist, zu einer grossen Nachfrage von sogenannten „Ethischen-, Sozial Verantwortlichen-, Grünen-, SDG- oder ESG Anlagen & Fonds“ geführt. Dies führt allerdings auch zu Verwerfungen mit einigen negativen Auswirkungen und Risiken:

1.   Greenwashing – (Mogelpackung)

Weil die Nachfrage vorhanden ist, titulieren einige Anbieter

nicht wirklich oder nur zu geringen Teilen nach wichtigen Kriterien gefilterte Anlagen als Ethische-, Sozial Verantwortliche-, Grüne-, SDG- oder ESG-Anlagen. Offenbar gehen aber die Behörden als auch die Medien bereits dagegen vor. Es existieren erhebliche

Risiken für die Produktherausgeber.

2.   Klumpenrisiko – (Lemminge Fonds)

Weil das Momentum und Höhe der Mittelflüsse für das Segment „Ethische-, Sozial Verantwortliche-, Grüne-, SDG- oder ESG Anlagen &

Fonds“ spricht, legen rein wirtschaftlich orientierte Anleger (ohne Überzeugung) Ihr Geld dort an. Das ist entgegen gesetzt zum bisherigen Anlegerverhalten des Segments, die eigentlich „Überzeugungstäter“ sind und nicht Ihr Geld beim Ändern

des Momentums abziehen.

3.   Brainwashing – (Moderner Ablasshandel)

Investments könnten dazu führen, dass Menschen glauben, dass

Sie damit die Probleme der Welt lösen. Die grosse Vielzahl der als (Ethische-, Sozial Verantwortliche-, Grüne-, SDG- oder ESG Anlagen)

titulierten Fonds schliesst Unternehmen aus statt z.B. durch Engagement in einer Minengesellschaft, deren Metalle dringend benötigt werden, um eine Digitalisierung oder eine Arznei zu ermöglichen. Stattdessen wird von den meisten Fonds häufig in Unternehmen wie Food-, Pharma- oder E-Fahrzeugunternehmungen

investiert, deren Impact (negativ oder positiv) höchst umstritten sind. Medien haben die Diskussion aufgenommen und jede Diskussion das Thema betreffend ist positiv. Faktisch sind Wissenschaftler sich einig, dass neben Technologie auch Einschränkung und Reduzierung erforderlich sein werden, um den Planeten auch für zukünftige Generationen positiv nutzbar zu machen.

2021 erreichte naturAlly Protect Restore Fund messbare

Ergebnisse:

Derzeit fliessen 90% aller Investments in die Bewertungsergebnisse

ein. Ziel ist es eine 100%ige Bewertbarkeit zu erreichen. Anfang 2021 betrug dieser Wert noch etwa 80%.

naturAlly Fund ermittelt für jedes nach den Investitionsrichtlinien in Frage kommende Investment ein naturAlly Performance Rating (NP)

Das Rating ergibt sich aus einer Gewichtung diverser Performance-Ratings. Das Ratingergebniss kann zwischen 0,0 und 5,0 betragen. Das Gesamtrating, die gewichtete Addition aller gerateter Investments muss mindestens 3,75 betragen, also zu den in der Rangliste ersten 25% aller Investments gehören. Anfang 2021 betrug das Rating 3,86 – per Jahresultimo beträgt das Ergebnis 4,00. Das bedeutet eine Verbesserung um 3,63% auf 80,00% Gesamtrating.

naturAlly Fund ermittelt für jedes nach den

Investitionsrichtlinien in Frage kommende Investment ein naturAlly Nachhaltigkeits-Rating (NN)

Das Rating ergibt sich aus einer Gewichtung diverser

Nachhaltigkeits-Ratings. Das Ratingergebnisse kann zwischen 0,0 und 5,0 betragen. Das Gesamtrating, die gewichtete Addition aller gerateter Investments muss mindestens 3,75 betragen, also zu den in der Rangliste ersten 25% aller Investments gehören. Anfang 2021 betrug das Rating 3,76 – per Jahresultimo beträgt das Ergebnis 4,08. Das bedeutet eine Verbesserung um 8,45% auf 81,56% Gesamtrating.

Faktisch wird das Rating beispielhaft an folgenden

Ergebnissen sicht- und messbar:

Der CO2 Wert in Tonnen ppm Fondsvolumen durfte 175

nicht überschreiten:

Anfang 2021 betrug der CO2 Wert des Portfolios ca. 161t – per

Jahresultimo beträgt das Ergebnis ca. 131t. Der CO2 Ausstoss konnte um 29,68t reduziert werden. Das bedeutet eine Verbesserung um 18,49% Wir haben zum Jahresultimo einen neuen Oberwert definiert: Ab 2022 beträgt die Obergrenze nun 150t je ppm Fondsvolumen

Die Unabhängigkeitsquote des Managements der jeweiligen Zielinvestments muss mindestens 66,67% betragen:

Anfang 2021 betrug dieser Wert bereits 74,4% und beträgt aktuell

76,6%, konnte folglich um 2,2% verbessert werden.

Die Diversitätsquote des Managements der jeweiligen

Zielinvestments muss mindestens 25,00% betragen:

Anfang 2021 betrug dieser Wert 25,7% und beträgt aktuell 29,7%,

konnte folglich um 4,0% verbessert werden.

naturAlly Fund ermittelt für jedes nach den Investitionsrichtlinien in Frage kommende Investment einen naturAlly Nachhaltigkeits-Value (NV)

Das Rating ergibt sich aus einer Gewichtung diverser ESG Fakten.

Je kleiner die Gesamtzahl, desto nachhaltiger die Summe aller Einzelwerte. Maximaler Wert des Portfolios darf 25 sein:

Anfang 2021 betrug dieser Wert 23,7% und beträgt aktuell 21,4%,

konnte folglich um 9,7% verbessert werden.

naturAlly Fund ermittelt für jedes nach den

Investitionsrichtlinien in Frage kommende Investment einen naturAlly Nachhaltigkeits-Score (NSC)

Das Rating ergibt sich aus einer Gewichtung aller

Nachhaltigkeitsmessungen von naturAlly. Je kleiner die Gesamtzahl, desto nachhaltiger die Summe aller Einzelwerte. Maximaler Wert des Portfolios darf 100 sein: Anfang 2021 betrug dieser Wert 93,97% und beträgt aktuell 92,1%, konnte folglich um 1,7% verbessert werden.

Auch 2022 wollen wir weiter messbare Ergebnisse erzielen und vor

allem bisherige weiter verbessern. Wir werden jederzeit weiter prüfen, ob im Einzelnen oder im Gesamten die „Messlatte“ höher gelegt werden kann, um nicht nur finanziell, sondern auch von der Wirkung her, stets ein bisschen besser zu werden. Wir blicken zuversichtlich in ein erfolgreiches 2022 um weiterhin

in Richtung unserer Vision zu arbeiten.

Wir wünschen Ihnen ein gesundes und erfolgreiches Jahr!

Ihr naturAlly Team, Schaan, 05.01.2022

Geschäftsführung und Management naturAlly AG

Eckhard Noeh und Moritz Noeh

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