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Lagebericht 2022

2022: Das toxische Jahr

Rückblick 2022 – Ein toxisches Jahr:

Krieg in Europa, die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, Inflation, Energieverknappung, Lieferengpässe, Zinserhöhungen der Notenbanken und waren die Hauptursachen des schlechten Jahres 2022. Ein toxischer Mix, der nahezu weltweit 2022 zu einem der schlechtesten Börsenjahre werden liess. Daher werden wir 2022 auch an den Börsen als ein aussergewöhnlich schlechtes in Erinnerung behalten. Der MSCI World und S&P 500 gaben etwa 20% ab, Dow

Jones minus neun Prozent, Nasdaq Composite minus 34 Prozent, Nikkei minus elf Prozent, Euro Stoxx 50 minus elf Prozent, DAX minus zwölf Prozent. MDAX Und SDAX nahe 25. Der SMI ging um etwa 17 Prozent zurück. Pensionskassen verloren grosse Teile ihrer Reserven, die Schweizer Nationalbank dürfte auf ihren Aktivbeständen einen dreistelligen Milliardenbetrag als Verlust ausweisen. Gold legte, allerdings auch unter den Erwartungen, leicht zu, Silber ist sogar etwas rückläufig.

In vielen Fonds mit ESG Kriterien ist (z.Teil umstrittenerweise)

ein hoher Anteil an Technologieunternehmen enthalten, die wiederum besonders unter der Krise 2022 litten. Während die Kurse von klassischen Energiewerten wie Öl Gewinner waren, litten darunter 2022 auch nachhaltige Energiewerte. Bedingt durch die „Zeitenwende“ konnten besonders auch Metallkonzerne alten

Ruhm zurück erobern. So konnte sich Rheinmetalls Börsenwert verdoppeln. Nahezu alle renommierten aktienlastigen Nachhaltigkeitsfonds gaben zwischen 20 und 30% nach.

Der naturAlly Protect Restore Fund konnte sich mit dem Ergebnis von -18.56% auch nicht den Entwicklungen an den Märkten entziehen. Aber das Ergebnis des naturAlly Fund ist relativiert zwar ein gutes, wenn auch nicht zufriedenstellendes, Ergebnis. Auffällig war, dass 2022 trotz der enormen Marktvolatilität der Fonds die Volatilität durch die Allokation eingrenzen konnte, obwohl er fast durchgehend zu fast 100% investiert war.

Ausblick 2023 – Ein versöhnliches Jahr?

Die Märkte bräuchten nun neues Vertrauen, vor allem auch psychologisch einen richtigen Ruck. Ideal wäre eine Jahresendrally gewesen und ein guter Start 2023. Das Jahr hat ja wegen der Erwartung an sinkende Inflation recht positiv begonnen. Bleibt zu hoffen, dass es wie nach 2008 (Finanzkrise) und 2019 (Corona) 2023 zu einer versöhnenden Erholung kommt. Eine nachhaltige Erholung ist allerdings realistisch nur möglich, wenn Inflation und Zinsen wieder sinken. Höhere Gewinne sind daher voraussichtlich 2023 eher noch nicht zu erwarten. Anleihen werden bei 2% in Europa und 4% in den USA wieder attraktiver, wenn die Zinsen 2023 nicht weiter steigen. naturAlly fund ist jedoch sicher, sich auch 2023 in einem

schwierigen Umfeld, die richtige Wahl zu sein, um doppelt erfolgreich, finanziell, verantwortungsbewusst und zielorientiert aus der Krise zu manövrieren und einen weiteren Beitrag für eine verantwortungsvollere Welt zu leisten. naturAlly bedankt sich bei allen die 2023 geholfen haben, dass der Fonds sich auch 2023 weiter entwickeln kann.

In- und Devestitionen 2022:

Die 2021 hinzugefügten Grönemeyer Gesundheit Nachhaltig (ersetzt durch Robeco SAM Healthy Living) und Tareno Global Water Solutions (ersetzt durch Lyxor MSCI Water ESG ETF) mussten 2022 das Portfolio nach kurzem Gastspiel wieder verlassen, da vor allem die

Performance nicht den Fondsanforderungen entsprach. Auch der JSS Sustainable Equity – Global Thematic (ersatzlos) verlies aus wirtschaftlichen Erwägungen das Portfolio. Während beim Vontobel Energy Revolution Verstösse gegen Governance nicht rechtzeitig aufgeklärt werden konnten und der Fonds deshalb das Portfolio (ersatzlos) verlassen musste, wurden Invesco Physical Silver ETC

und WisdomTree Physical Platinum ETC aus dem Portfolio genommen, um den Rohstoffe Anteil weiter zu reduzieren und den mit Ratingergebnissen messbaren Teil des Portfolios weiter auf nun etwa 95% (Nach 90% 2021 und 80% in 2020) zu erhöhen.

Messbare Ergebnisse 2022:

Bewertungsuniversum:

Derzeit fliessen 95% aller Ziel-Investments (nach 90% in 2021 und 80% in 2020) in die Berechnung der Bewertungsergebnisse ein.

Durchschnittlicher SRRI (Synthetischer Risiko- und Ertragsindikator) der Zielfonds:

Die Einteilung der Investmentfonds auf die drei verschiedenen Risikostufen (geringes Risiko, mittleres Risiko, hohes Risiko) erfolgt anhand des „SRRI“. SRRI steht für „Synthetic Risk and Reward Indicator“. Die Berechnung erfolgt auf Basis der europäischen regulatorischen Vorschriften. Dieser Indikator gibt die Höhe der

historischen Schwankungen des Fondsanteilspreises auf einer Skala von 1 bis 7 an. Der durchschnittliche SRRI-Wert des Portfolios stieg 2022 von 5,8 auf 5,9 stieg. Gleichwohl gelang es durch Allokation die Volatilität relativ einzugrenzen.

Durchschnittliche SFDR Quote:

Die durchschnittliche SFDR Quote ( Das Verhältnis der Anzahl von Art.8 und Art. 9 Fonds) der Zielfonds beträgt 2022 8,7 nach 8,4 im Vorjahr.

naturAlly Fund ermittelt für jedes nach den Investitionsrichtlinien in Frage kommende Investment ein naturAlly Performance Rating (NP)

NP Ist ein Wert zwischen 0 (min.) und 100 (max.) welcher aus einer Gewichtung von mindestens 2 öffentlich zugänglichen Performance Ratings entsteht, um eine wirtschaftliche Qualitätssicherung und Erfolgsbetrachtung des jeweiligen Fondsmanagements aus der Vergangenheit in die Auswahl der ausgesuchten Fonds zu integrieren. Ein Fonds kommt in das Universum der investierbaren Produkte, wenn er mind. 50 ausweisen kann, wobei das Gesamtportfolio 75 nicht unterschreiten darf. Wird also ein Fonds mit 50 integriert muss ein zweiter 100 realisieren, um im Portfolio auf 75 zu kommen. 2022 fiel das naturAlly Performance Rating (NP) um etwa 11% auf nun 71,43 und rutscht damit unter die Solllinie von 75. Verursacht wird dies insbesondere durch zwei Zielfonds, die ihrerseits beim naturAlly Performance Rating (NP) unter die 50

fallen, die also, sollte sich das Rating in diesem Monat nach aktualisierten Dezemberdaten bestätigen, ersetzt werden.

naturAlly Fund ermittelt für jedes nach den Investitionsrichtlinien in Frage kommende Investment ein naturAlly Nachhaltigkeits-Rating (NN)

NN ein Wert zwischen 0 (min.) und 100 (max.) welcher aus einer Gewichtung von mindestens 5 öffentlich zugänglichen Nachhaltigkeits-Ratings und/oder Siegeln entsteht, um eine

verantwortungsbewusste Qualitätssicherung und Erfolgsbetrachtung des jeweiligen Fondsmanagements aus der Vergangenheit in die Auswahl der ausgesuchten Fonds zu integrieren. Ein Fonds kommt in das Universum der investierbaren Produkte, wenn er mind. 50 ausweisen kann, wobei das Gesamtportfolio 75 nicht unterschreiten

darf. Wird also ein Fonds mit 50 integriert muss ein zweiter 100 realisieren, um im Portfolio auf 75 zu kommen. Das naturAlly Nachhaltigkeits Rating (NN)  konnte 2022 um 2% auf nun 83,2 zulegen.

Faktisch wird der Bewertungsmechanismus beispielhaft an folgenden Ergebnissen sicht- und messbar:

Der CO2 Wert in Tonnen ppm Fondsvolumen darf 150t (nach 175t in 2021) nicht überschreiten:

2022 konnte der berechnete CO2 Ausstoss je Mio. Fondsvolumen von 131t auf 109t (nach 161t in 2020), also um etwa 17% gesenkt sowie damit gegenüber dem Start der Messungen in 2020 um etwa ein Drittel reduziert werden. 

Die derzeitige Grad Linie (Temperaturgrenze) soll zunächst 2 Grad nicht übersteigen:

Neu eingeführt, zunächst ohne Verpflichtung, wurde die Temperaturgrenze zu den Klimazielen. Als Sollzahl haben wir zunächst 2 Grad angesetzt, mit dem Ziel dies innerhalb angemessener Zeit auf 1,5 Grad zu verändern. Aktuell liegt der

Fonds bei etwa 2,4 Grad, was deutlich zeigt, welche Aufgaben noch

bewältigt werden müssen. Lediglich 5 der Zielfonds befinden sich derzeit auf Ziellinie.

Die Unabhängigkeitsquote des Managements der jeweiligen Zielinvestments muss mindestens 66,67% betragen:

Die Quote konnte 2022 um 0,7% auf nun 77,2% (nach 76,6% in 2021 und 74,4% in 2020) gesteigert werden

Die Diversitätsquote des Managements der jeweiligen Zielinvestments muss mindestens 25,00% betragen:

Der Wert stieg um rund 7% und beträgt aktuell 31,8%, 2021 betrug er 29,7% und 2020 noch 25,7%.

naturAlly Fund ermittelt für jedes nach den Investitionsrichtlinien in Frage kommende Investment einen naturAlly Nachhaltigkeits-Value (NV)

Das Rating ergibt sich aus einer Gewichtung der drei E-, S-, und G-Scores. Je kleiner die Gesamtzahl, desto verantwortungsbewusster

die Summe aller Einzelwerte. Maximaler Wert des Portfolios darf 25 sein. Aktuell beträgt dieser 20,4, nach 21,4 im Jahr 2021 und 23,7 in 2020. In 2022 weisen wir die drei einzelnen Scores und deren

Entwicklung erstmals auch einzeln aus: Der E-Score blieb mit 4,7

unverändert, der S-Score verbesserte sich auf nun 7,2 und

schliesslich der G-Score verbesserte sich auf nun 5,8.

naturAlly Fund ermittelt für jedes nach den Investitionsrichtlinien in Frage kommende Investment einen naturAlly Nachhaltigkeits-Score (NSC)

Das Rating ergibt sich aus einer Gewichtung mehrerer

Nachhaltigkeitsmessungen von naturAlly. Je kleiner die Gesamtzahl, desto nachhaltiger die Summe aller Einzelwerte. Maximaler Wert des Portfolios darf 100 sein: Aktuell beträgt der Wert 88,4 nach 92,1 in 2021 und 94,0 in 2020.

Auch 2023 wollen wir weiter messbare Ergebnisse erzielen und vor

allem bisherige weiter verbessern. Wir werden jederzeit weiter prüfen, ob im Einzelnen oder im Gesamten die „Messlatte“ höher gelegt werden kann, um nicht nur finanziell, sondern auch von der Wirkung her, stets ein bisschen besser zu werden. Wir blicken zuversichtlich in ein erfolgreiches 2023 um weiterhin in Richtung unserer Vision zu arbeiten. Wir wünschen ein friedliches, gesundes und erfolgreiches Jahr!

Ihr naturAlly Team, Schaan, 08.01.2023

Geschäftsführung und Management naturAlly AG

Eckhard Noeh und Moritz Noeh

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